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Hypatia von Alexandria

ca. 470 - 455 - 415
Griechische Mathematikerin, Astronomin und Philosophin: An einem Tag im März, kurz vor Ostern des Jahres 415, wird in Alexandria die Gelehrte Hypatia von einem Trupp christlicher Mönche auf der Straße ergriffen und unter Schlägen in die Kirche Kaisarion geschleppt. Dort hacken ihr die Mönche mit Ziegelscherben (nach anderen Quellen: mit scharfen Muschelschalen) bei lebendigem Leibe das Fleisch vom Körper und bringen schließlich ihren blutüberströmten, zerfetzten und zerstückelten Leichnam an den heute nicht mehr nachweisbaren Ort Kinaron, wo er verbrannt wird.

Menzius

ca. 370 - 290
Menzius entwickelte seine Philosophie auf der Grundlage der Gedanken des Konfuzius. Aber in der zentralen Frage nach der Natur (xing) des Menschen brachte Menzius den Konfuzianismus einen großen Schritt nach vorne. Während Konfuzius nur erklärt, dass sich die Menschen von Natur aus nahe stehen, erklärt Menzius, dass die Natur des Menschen gut sei (Mencius, 6 A:2):

Leonardo da Vinci

1452-1519
Er überwindet die traditionelle Nachahmung des Altertums und macht durch das Studium der Natur grundlegende technische und medizinische Erkenntnisse. Leonardo da Vinci war vieles: ein Maler, ein Mediziner, ein Architekt, ein Ingenieur, ein Theaterproduzent, unehelich und im Italien der Renaissance überaus beliebt.

Erasmus von Rotterdam

1466 - 1536
Erasmus  – die Liebe zum Lehrer als erster Schritt beim Lernen. Grosse Erzieher und Menschenkenner aus der Zeit des Humanismus haben uns Erziehungsweisheiten hinterlassen, die bis heute nichts an Gültigkeit verloren haben. Vor dem Türkensturm aus Konstantinopel flüchtende Gelehrte brachten griechische und lateinische Pergamente nach Italien. Sie ermöglichten einen erneuten Zugang zu antiken Autoren, an denen sich die humanistischen Gelehrten schulten. Es bewirkte eine Befreiung von der mittelalterlichen Scholastik und zog bahnbrechenden Errungenschaften auf allen Gebieten des menschlichen Wissens nach sich (Galilei, Kepler, Kopernikus, Bacon, Descartes, Newton, Boyle, Leonardo da Vinci usw.).

Nicolaus Copernicus

1473-1543
Er berechnete mit einfachen Mitteln und erkannte den Umlauf der Planeten um die Sonne und der durch die Drehung der Erde bedingten scheinbaren Bewegung der Fixsterne.

Etienne de la Boétie

1530 - 1563
Am 5. April 1942 erscheint in der New York Times ein Artikel mit der Überschrift "An Anti-Nazi of 1548." Vorgestellt wird ein Text aus dem 16. Jahrhundert, nämlich der Discours de la servitude volontaire ou le Contr’un von Etienne de La Boétie (1530-1563), und er wird als Antwort auf die Verhältnisse in Nazi-Deutschland gelesen. Der Verfasser, ein gewisser Harry Kurz, hat die kleine Schrift eben aus dem Französischen ins Englische übersetzt und unter dem den Zeitumständen angepassten Titel Anti-Dictator herausgegeben.

Michel de Montaigne

1533 - 1592
Die vorurteilsfreie Menschenbetrachtung Montaignes und sein liberales Denken leiteten die Tradition der französischen Moralisten und der Aufklärung ein und beeinflussten weltweit zahlreiche Philosophen und Schriftsteller, unter ihnen Voltaire und auch Friedrich Nietzsche, der schrieb:

Giordano Bruno

1548 - 1600
Im 16. Jahrhundert nahm der Entwicklungsgedanke bei Giordano Bruno Gestalt an. Für ihn war der Kosmos ein unbegrenzter Organismus.

Galileo Galilei

1564 -1642
Er war Professor in Pisa und Padua und gilt als Begründer der modernen Physik, indem er das Experiment als "höchsten Richter über wissenschaftliche Wahrheit" einführte.

Johannes Kepler

1571-1630
Er war einer der bedeutendsten Astronomen der frühen Neuzeit und entdeckte die nach ihm benannten drei Gesetze der Planetenbewegung, die keplerschen Gesetze. Damit gehört er neben NIKOLAUS KOPERNIKUS, GALILEO GALILEI und ISAAC NEWTON zu den Wegbereitern eines neuen wissenschaftlichen Weltbildes, mit dem religiöse Auffassungen überwunden und naturwissenschaftliche Erkenntnisse Grundlage der Vorstellungen wurden.

Johann Amos Comenius

1592 - 1670
Der tschechische Theologe, Philosoph und Pädagoge Johan Amos Comenius war überzeugt von der menschlichen Bildungsfähigkeit und der grenzenlosen Fassungskraft des Geistes. Er entwickelte die erste systematisch aufgebaute Pädagogik der Neuzeit auf der Basis der Muttersprache und das erste Bilderbuch für Kinder.

René Descartes

1596 - 1650
Der französische Philosoph Rene Descartes strebte nach völliger Gewissheit. Um sie zu finden, stellte er alles infrage: seine eigene Existenz, die der Welt und sogar die von Gott. Mit seinen Zweifeln machte er sich nicht nur Freunde. Weshalb Descartes sich manchmal wünschte, er hätte besser geschwiegen. Doch seine Ideen beschäftigen die Philosophen bis heute, 300 Jahre danach.

John Locke

1632 - 1704
John Locke wurde als Sohn eines Gerichtsbeamten am 29.8.1632 in Wrington, Bristol, geboren. Er studierte Naturwissenschaft, Medizin und Philosophie. In seiner Jugend erlebte er den engl. Bürgerkrieg, die Republik und schließlich die Restauration der Monarchie mit. Durch seine Schriften erlangte er Einfluss auf die europäische Philosophie, sowie Volkswirtschaft, Pädagogik, Naturreligionen und politischen Liberalismus1.

Isaac Newton

1643 - 1727
Isaac Newton ist einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten. Er schrieb unter anderem die Lehre der Schwerkraft (Gravitationslehre) und wies die Zusammensetzung von Licht nach. Am 4. Januar 1643, nur wenige Tage nach dem Tod von Galileo Galilei, wurde Isaac Newton im englischen Woolsthorpe geboren.

Jean Meslier

1664 - 1729
Der »Atheist im Priesterrock«. Bereits während seiner früheren Beschäftigung mit Voltaire war der saarländische Autor Klaus Bernarding auf einen Namen gestoßen, der ihn Jahre danach, als er sich vor allem mit den sozialen Problemen des 18. Jahrhunderts befasste, aufhorchen ließ: Jean-Baptiste Meslier (1664 - 1729), seines Zeichens katholischer Priester, der sich selbst aber als »Atheist« bezeichnete.

Julien Offray de la Mettrie

1709 - 1751
Ein Manifest des Materialismus: La Mettries Kampfschrift Die Maschine Mensch löste bei ihrem Erscheinen 1748 einen veritablen Skandal aus. Der Autor, ein französischer Arzt und Philosoph, war bereits im Exil in Holland und musste nun nach Preußen an den Hof Friedrichs des Großen flüchten. Selbst aufgeklärten Denkern wie Diderot oder Voltaire gingen die Ideen des Materialisten und Enfant terrible der Philosophie zu weit.

Jean-Jacques Rousseau

1712 - 1778
Er war einer der wichtigsten französischen Schriftsteller des 18. Jh. ROUSSEAUS Werk steht zwischen der Aufklärung des 18. Jh., was seine leidenschaftliche Verteidigung der Vernunft und der individuellen Rechte belegt, und der Romantik des frühen 19. Jh., die dem rationellen Denken eine starke subjektive Erfahrung gegenüberstellt.

Denis Diderot

1713 - 1784
Er demokratisiert das Wissen und klärt das Volk über die neuesten Errungenschaften auf.

Paul Henri Thiry d'Holbach

1723 - 1789
Holbach vertritt schon sehr früh religionskritische und materialistische Thesen in der französischen Aufklärung. Sein Anliegen war das Aufzeigen der Irrtümer der Metaphysik, die nach seiner Ansicht den Menschen den Zugang zu wirklichen Erkenntnissen verstellt.

Immanuel Kant

1724 - 1804
IMMANUEL KANT (eigentlich: IMMANUEL CANT) war ein deutscher Philosoph, der den sogenannten kritischen Idealismus begründete und damit zu einem der bedeutendsten Denker der Neuzeit wurde.

Christian Gotthilf Salzmann

1744 - 1811
Seine Überzeugung über das Gute im Menschen hielt er im 1806 erschienenen "Ameisenbüchlein" fest: "Von allen Fehlern und Untugenden seiner Zöglinge muss der Erzieher den Grund bei sich selbst suchen."

Johann Heinrich Pestalozzi

1746 - 1827
«Der Segen der Welt ist gebildete Menschlichkeit.» (Abendstunde eines Einsiedlers, 1780). Pestalozzi gilt als einer der Klassiker der Pädagogik und als Wegbereiter einer allgemeinen Bildung für alle Menschen.

Johann Wolfgang von Goethe

1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe wird am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Die Jahre 1749 bis 1765 sind Zeiten wohlbehüteter Kindheit und vielseitiger Ausbildung. Goethe wird als Sohn einer wohlhabenden, lutherischen Familie in eine Welt der Traditionen hineingeboren

Jean Paul

1763 - 1825
„Ich gebrauche nie einen anderen Arzt als mich selber.“ Der deutsche Schriftsteller Jean Paul, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, steht zwischen Klassik und Romantik. Seine Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau führte zur Namensänderung. Zu den bekannten Werken zählen: „Siebenkäs“, „Das Leben des Quintus Fixlein“, „Flegeljahre“

Friedrich Fröbel

1782 - 1852
Er gehört zu den großen deutschen Reformpädagogen. Er ist der Begründer des Kindergartens. Sein damit verbundenes Konzept der Frühkindlichen Bildung und seine Pädagogik sind zukunftsweisend.

Ludwig Feuerbach

1804 - 1872
Ludwig Feuerbach und „Das Wesen des Christentums." Auf der Höhe seines wissenschaftlichen Ruhmes wurde Feuerbach mit seinem Hauptwerk Das Wesen des Christentums 1841 sowie seinen Vorläufigen Thesen zur Reform der Philosophie 1842 und seinen Grundsätzen der Philosophie der Zukunft 1843 zu einem der bedeutendsten Vertreter des philosophischen und freigeistigen Fortschritts im Deutschland des Vormärz.

Max Stirner

  • Pädagoge
1806-1856
Das 1844 erschienene Buch »Der Einzige und sein Eigentum« stellt wie kein anderes vor und nach ihm konsequent und mit nicht zu überbietender Radikalität den Einzelmenschen ins Zentrum seiner Überlegungen.

Charles Darwin

1809 - 1882
Er beobachtet und erkennt die belebte Natur als Evolution und widerlegt den biblischen Schöpfungsmythos.

Ignaz Semmelweis

1818 - 1865
Viele haben noch nie etwas von ihm gehört, doch die meisten Familien heute haben ihm viel zu verdanken. Er wurde in Buda (heute ein Teil von Budapest, Ungarn) geboren. 1844 promovierte er im Fach Medizin an der Universität Wien. 1846 wurde er Assistent eines Professors an der I. Geburtshilflichen Universitätsklinik im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. Dort sah er sich mit einer erschreckenden Tatsache konfrontiert: Über 13 Prozent aller Mütter starben nach der Geburt an Kindbettfieber.

Karl Marx

1818 - 1883
Am 5. Mai 1818, wurde Karl Heinrich Marx in Trier geboren. Gemeinsam mit seinem Freund Friedrich Engels schrieb er politische Bücher, die die Welt veränderten. Der Kommunismus und der Sozialismus sind Teile ihrer Ideen.

Theodor Fontane

1819 - 1898
Er wurde 1819 in Neuruppin als Sohn eines Apothekers geboren, dessen Beruf er 14 Jahre lang ebenfalls ausübte.

Fjodor Dostojewski

1821 - 1881
Fjodor Michailowitsch Dostojewski gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller. Es gelingt ihm, seine Figuren in seinen Romanen mit aussergewöhnlich grossem psychologischem Einfühlungsvermögen zu zeichnen.

Leo Tolstoi

1828 - 1910
Lew (Leo) Nikolajewitsch Graf Tolstoi entstammte einem alten russischen Adelsgeschlecht. . Er wurde 1828 in Jasnaja Poljana (Gouvernement Tula) geboren, wo er auch begraben liegt.

Ernst Haeckel

1834 - 1919
Zusammen mit Darwin hat er die Abstammung des Menschen ergründet und insgesamt das Menschenbild  – ob es uns gefällt oder nicht  – auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Haeckel ist der "deutsche Darwin".

Peter Kropotkin

1842 - 1921
Er erfasst die gegenseitige Hilfe im sozialen Verband als fortschrittliches Prinzip des Lebens

Arnold Dodel

1843 - 1908
Mit seiner Streitschrift «Moses oder Darwin  – Eine Schulfrage», die 1890 veröffentlicht wurde und einschlug wie eine Bombe, brachte der Zürcher Universitätsprofessor die Gemüter Zürichs gehörig in Wallung. Wir legen hier einen Auszug aus dieser Schrift vor.

Sigmund Freud

1856 - 1939
Die Erkenntnis, dass der Mensch in den allerersten Kindertagen Gefühle entwickelt, die ihm päter als Erwachsener nicht bewusst sind (das sog. Unbewusste), ist Freuds grösster Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Modernen Psychologie und Erziehungswissenschaft.

Francisco Ferrer Guardia

1859 - 1909
Er war Gründer und geistiger Vater der "Escuela Moderna"- der Modernen Schule - in Barcelona.

Alfred Adler

1870 - 1937
Er führt die Analyse über das Unbewusste im Menschen weiter und erfasst im Gemeinschaftsgefühl die soziale Natur des Menschen.

August Aichhorn

1878 - 1949
Sein Buch „Verwahrloste Jugend" (1925) wurde in alle Weltsprachen übersetzt.

Will und Ariel Durant

1885-1981
William James "Will" Durant war Lehrer an der Ferrer Modern School in New York. Zusammen mit seiner Frau Ariel, die Schülerin der Ferrer-Schule war, verfassten sie das umfangreiche Werk "Kulturgeschichte der Menschheit", wofür sie 1968 den Pulitzer-Preis erhielten.

René A. Spitz

1887 - 1974
René A. Spitz befasste sich als Erster mit der systematischen Erforschung der Psychologie des Säuglingsalters

Frieda Fromm-Reichmann

1889 - 1957
Sie gehört zur Generation der Neo-Psychoanalytikerinnen, die eine neue Sichtweise auf psychotisch erkrankte Menschen entwickelten und deren Hauptleistungen in der tiefenpsychologischen Behandlung der Schizophrenie liegen.

Harry Stack Sullivan

1892 - 1949
Er widmete sich nach dem Medizinstudium der Psychoanalyse. Seit 1923 war er Leiter für klinische Forschung an Schizophrenen am Sheppard and Enoch Pratt Hospital (Towson, Md).

Friedrich Liebling

1893 - 1982
Als einer der grössten Psychologen des 20.Jahrhunderts hat Friedrich Liebling den leidenden Menschen dieser Erde, aber auch der wissenschaftlichen Welt, einen grossen Schatz hinterlassen, den man mit seinen eigenen Worten einfach und eindrucksvoll umschreiben kann:

Alfons Simon

1897 - 1975
Alfons Simon wollte schon immer Lehrer werden. Nach dem Ersten Weltkrieg fand er auf Umwegen zum Erzieherberuf.

Adolf Portmann

  • Biologe
1897 - 1982
Nach Portmann ist der Mensch eine Frühgeburt und erreicht erst ein Jahr nach der Geburt jenes Verhältnis von Körpergewicht und Gliedmaßen, das demjenigen neugeborener Menschenaffen entspricht.

Henry F. Ellenberger

1905 - 1993
«Die Entdeckung des Unbewußten» ist eines der bedeutsamsten Werke über die Geschichte und die Entwicklung der Psychotherapie.

John Bowlby

1907 - 1990
Er gilt als Begründer und einer der wichtigsten Vertreter der Bindungstheorie. Als junger Mann begann er ein Medizinstudium, dass er aber bald zugunsten einer Hospitation an einer Schule für verhaltensgestörte Kinder abbrach.

Mary Ainsworth

1913 - 1999
Zwei Zufälle bestimmten ihre wissenschaftliche Karriere, die unser heutiges Wissen und unseren angemessen aufgeklärten Umgang mit unseren Kindern von Grund auf verändert hat.

Richard Leakey & Roger Lewin

*1944 - 2022 / *1944
Richard E. Leakey, Direktor des Nationalmuseums in Nairobi/Kenia, ist ein angesehener Paläoanthropologe. 1978 veröffentlichte er zusammen mit Roger Lewin das Aufsehen erregende Buch "Wie der Mensch zum Menschen wurde".